
Woran erkenne ich eine gute Scheibe?
Eine gute Scheibe hat tatsächlich richtige aerodynamische Flugeigenschaften. Wer sich für´s Wissenschaftliche interessiert, sollte den überaus interessanten Bericht im "Spektrum der Wissenschaft" lesen. Wir beschreiben hier im Kurzen, an welchen Merkmalen eine gute Scheibe zu erkennen ist.
- Das Gewicht:
Bei einer guten Scheibe ist auf jeden Fall der Außenrand schwerer als die Oberfläche. Dadurch wird der übertragene Drehimpuls erhalten (Eigenrotation) und die Scheibe erhält ihre Flugstabilität. Es gilt: je schwerer die Scheibe, desto flugstabiler und weniger windanfällig ist sie.
- Die Form:
Der dickere Außenrand entspricht etwa der Form einer Flugzeugtragfläche. Der untere Rand ist dabei leicht nach innen gezogen. Beim Flug der Scheibe wird die Luft am Außenrand geteilt. Ähnlich wie der Flugzeugtragfläche werden hier ein Sog an der Oberseite und ein Druck an der Unterseite erzeugt (kürzerer Weg der Luft). Diesen Druck an der Unterseite könnte man auch als Luftpolster bezeichnen, auf dem die Scheibe quasi gleitet.
- Das Material:
Gute Scheiben weisen eine gewisse Flexibilität auf, wenn man sie zusammendrückt. Im Wettkampf ist das Vorschrift, um die Verletzungsgefahr zu verringern. Schlechte Scheiben sind meist aus Polypropylen. Dieses Material ist in seinem Ursprung sehr hart und wird in der Regel für "Hardware" verwendet wie z.B. Computergehäuse. Da es sehr billig ist, werden damit viele Werbeartikel hergestellt. So kommt es zur harten, leichten Billigscheibe. Bessere Scheiben sind aus einem Polyurethan/Polyethylengemisch. Beim Anfassen der Scheibe kann man das bereits spüren. Da Polyethylen in seinem Ursprung sehr weich ist, müssen Füllstoffe zugefügt werden, die das Material dann wieder etwas härten. Hierin liegt natürlich ein größerer Aufwand, um das gewünschte Mischverhältnis zu bekommen. Auch das ist ein Grund, warum gute Scheiben einen anderen Preis haben.
|