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News aus der FrisbeeweltNews aus der Frisbeewelt07.10.2008 11:27:10 „Distance“ – Frisbeesport-Disziplin mit Potenzial Verfasser Jörg Benner - Rückblick auf Overall-Tradition in Hannover – Rekorde und Ausblick Hannover – Anfang der 1990-er Jahre kultivierten die „Funatics“ eine Overall-Tradition. Bei den fünf Turnieren in Hannover, deren letzte beide als Deutsche Meisterschaft in Overall liefen, wurden gewöhnlich sieben Disziplinen ausgetragen: Double Disc, Disc Golf, Accuracy und Discathon, sowie selbst gefangene Würfe (SCF, kombiniert aus TRC und MTA), Distance und Freestyle. ![]() Regeln und Auswertungsmodi entsprachen ab 1994 (damals bereits mit EDV-Auswertung) weitgehend dem WFDF-Regelwerk. Dabei erhält der Sieger jeder Disziplin so viele Punkte wie Teilnehmer antreten, jeder Nächstplatzierte je einen Punkt weniger. Nach 29 Teilnehmern 1994 (darunter eine Frau) waren es im Jahr darauf 25 Teilnehmer (darunter fünf Frauen). Die bis heute noch amtierenden Deutschen Meister von 1995 sind in Abwesenheit von Hartl Wahrmann und Chris-Max Voigt in den Einzeldisziplinen: Robin Carpenter und Heiko Müller (DDC) Raphael Vogler (Discathon), Volker Kaufmann (Accuracy), Frank Neitzel (Distance, mit 144,28 Metern, auch Sieger im Disc Golf), Karl-Christian Storz (SCF), und in der Overall-Gesamtwertung Susanne Rother (Damen) und Marc Broghammer (Open). 1994 siegte in der Overall-Wertung Hartl Wahrmann vor Chris-Max Voigt und Flo Pfender. Chris Voigt gewann dabei den Weitwurf mit 148,11 Metern und setzte sich auch im Accuracy durch. Hartl Wahrmann hatte im Discathon, im Disc Golf und im Freestyle (gemeinsam mit Karl-Christian Storz) die Nase vorn. Bei den selbst gefangenen Würfen setzte sich 1994 Marc Broghammer durch. Im selben Jahr siegte Hartl Wahrmann auch bei den US Overall Open. Während in den USA und beispielsweise in Schweden die Tradition der Overall Championships fortgesetzt wurde, tat sich in Deutschland nicht mehr viel. Dabei hätte insbesondere der Weitwurf auch in der Außenwahrnehmung großes Potenzial. Immerhin wird das Sportgerät deutlich weiter geworfen als in jeder Leichtathletik-Disziplin. Im Schatten der unglaublichen Weltrekordmarke von 250 Metern des Schweden Christian Sandström hat insbesondere auch Chris-Max Voigt (Bildquelle: http://www.discraft.com) den Deutschen Rekord nicht minder erstaunlich hoch geschraubt. Bis 1992 lag er bei 150 Metern. Anschließend steigerte er seine persönliche Bestweite über 171, 180, 195, 202, 209 und 217 Meter auf die aktuell gültige Rekordmarke von 232 Metern (2001, die drittbeste jemals erzielte Weite). In diesem Jahr hat vom 5.-7. April die achte Auflage der zweijährlichen, offiziellen Weitwurf-Weltmeisterschaft „Big D in the Desert“ stattgefunden, bei der in der Wüste von Nevada Thermik und Aufwinde genutzt werden. Chris-Max Voigt siegte 2006 mit 219 Metern. 2008 stieg die Zahl der Werfer im „200-Club“ auf weltweit 10. In Köln wird seit der Ultimate-DM 2006 und den „Disc Days Cologne“ in den Jahren danach regelmäßig der Versuch unternommen, mehrere Frisbeesportarten ins Blickfeld zu rücken. Bei der dritten Ausgabe am 6. und 7. Juni 2009 wird neben der Frisbee Freestyle-DM und einem Ultimate-Turnier voraussichtlich auch ein Weitwurf-Wettbewerb durchgeführt. Quellen: Berichte in der früheren Verbandszeitschrift „Up!“ 4/94 und 5/95. Die Liste aller offiziell registrierten Würfe über 170 Meter Weite bis 2003: https://www.discgolfvalues.com/bigd_distance.htm. Beschreibungen der Disziplinen s. http://www.frisbeesportverband.de/sportarten/discathon/index.php und http://www.frisbeesportverband.de/sportarten/field-events/index.php Genaue Regelbeschreibungen der Field Events beim Weltflugscheibenverband online unter http://www.wfdf.org/index.php?page=rules/art6.htm. Der deutsche Overaller Holger Hill hat 2007 eine empirische Untersuchung über das Erlernen von Bewegungsabläufen am Sportinstitut der Uni Dortmund über "Weitwurf im Frisbeesport" geschrieben, s. http://www.frisbeesportverband.de/juniorensport/downloads.php. Powered by SimpNews V2.16.2 ©2002,2003 Bösch EDV-Consulting |
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